Symbiotische Beziehungen klären - Reviergrenzen abstecken. 

Unsere Aufgabe in der Stier-Energie vom 21.4. bis 20.5.

Toxische Beziehungen klären

Während im März mit dem Frühlingsanfang das Jahr in der Natur offiziell beginnt, treten wir am 21.4. über die Schwelle zur Stier-Energie. Der Name des Monats April leitet sich vom Lateinischen "aperire" - öffnen ab. Während es im März um das Längenwachstum ging, kommt nun das Wachstum in die Breite, die horizontal dehnende Kraft hinzu. Im Tier- und Pflanzenreich dreht es sich nun auch Beziehung, Revier und Abgrenzung Themen. Und das geht nicht ohne Kampfgeist! Der Gewinn eines Reviers und sein Hegen und Schützen sind jetzt wichtige Aufgaben für die Wesen der Natur. (Aus: Harald Knauss / Rosina Sonnenschmidt: Die zwölf Tore zur Heilung. Das Spiel der Kräfte im Jahreslauf. 2005). Auch für uns Menschen lohnt es sich, uns mit diesen Themen in den Wochen bis zum Tor der Zwillinge-Energie am 21. Mai zu befassen. 

Die Fähigkeit, den eigenen Identitätsraum zu spüren und gegen Andere abzugrenzen, gehört zu unserer Grundausstattung. Aber schon früh wird Kindern diese Fähigkeit abtrainiert. Auf das erste NEIN wird oft mit Ablehnung, Enttäuschung oder gar Liebesentzug reagiert. „Zuviel Lebendigkeit“ wird sanktioniert. So etabliert sich ein internes Abgrenzungsverbot, das liebe, höfliche angepasste Wesen mit wenig Selbstbewusstsein kreiert. Symbiotische Beziehungen zu den Eltern entstehen und sind die Blaupause für alle weiteren Beziehungen im Leben. Die Einschränkung des eigenen Raumes verhindert die Entwicklung des vollen Potenzials und macht abhängig von Anerkennung durch Andere, die durch Statussymbole, „Helfersyndrom“ oder angepasstes Verhalten angestrebt wird. 

Es mag paradox anmuten, aber erst durch die gesunde, klare und konsequente Abgrenzung der fremden Energie im eigenen System gelingt eine wirkliche Verbindung und Nähe zu anderen Menschen. Das Bewusstsein für den eigenen Raum stärkt die Autonomie, lässt Menschen ganz bei sich selbst ankommen und ermöglicht es ihnen, das zu leben, was dem eigenen inneren Lebensplan entspricht und Nähe zulassen. Indem sie mit ihren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen besser verbunden sind, können Sie souveräner mit auf Sie einprasselnden Eindrücken und Anforderungen umgehen. Dadurch reduzieren Sie Ihre Stressanfälligkeit. 

In einer von mir online oder in Präsenz angeleiteten Systemaufstellung nach Dr. med. Ero Langlotz (Autonomie-Training(R)) kann man auf einer symbolischen Ebene mit Figuren den eigenen Raum und damit die eigene Grenze spüren – und auch die Grenze des Gegenübers. Dadurch kann man - heute weit verbreitete - symbiotische Beziehungen zu Eltern, Kindern, PartnerInnen lösen. Nach der ca. 90minütigen Aufstellung können Sie sich besser abgrenzen und dadurch – so paradox wie es klingt, mehr Nähe zu anderen zulassen. Denn autonome Menschen begegnen sich an der Grenze. Sie überschreiten nicht die Grenze des fremden Reviers, um sich dort nützlich zu machen und sie verteidigen ihre Reviergrenze gegen Übergriffe!