Selbstverwirklichung: Visionssuche zur beruflichen (Neu)orientierung

10. Januar 2021

Selbstverwirklichung hat viele Facetten: beruflich, privat, Potenzialentfaltung, Lebensaufgabe, Ablösung von familiären Verstrickungen usw. Die aktuelle Zeit ist durch viel Unsicherheit geprägt, auch in beruflicher Hinsicht. Branchen in Kurzarbeit auf der einen Seite, boomende Geschäftsfelder auf der anderen. Heutzutage ist es ja ohnehin so, dass viele Berufstätige einen sehr abwechslungsreichen Lebenslauf haben, und etwas Neues auszuprobieren, ist da auch gesellschaftsfähig. Manchmal steht auch die Überprüfung an, ob der bisher erlernte Beruf trägt, um ihn bis zum Ende des Berufslebens auszuüben, das ja für die mittlere und jüngere Generation von Berufstätigen heute erst ab 67 Jahren erreicht wird.


Die Suche nach einer Vision für die persönliche Zukunft gehörte bei vielen Völkern zur Initiation von Jugendlichen an der Schwelle zum Erwachsenenalter dazu, z.B. bei den indigenen Völkern Nordamerikas. Im Rahmen einer „Vision Quest“ gingen die Jugendlichen in die Natur und blieben dort einige Tage, jedeR für sich allein und ohne Nahrung. Anhand der Visionen und Träume, die sie in dieser Zeit hatten, bekamen sie einen Namen, der so ihrem Innerstem entsprach. Eine solche Vision half auch dabei, die Aufgaben zu erkennen, die der jeweilige Mensch in der Gemeinschaft am besten übernehmen sollte. 


Wenn Jugendliche heute ins Erwachsenenleben eintreten, ist es für viele trotz Praktika und Berufsberatung oft schwierig, eine so weitreichende Entscheidung wie die Berufswahl zu treffen. Für nicht wenige, die heute mitten im Berufsleben stehen, stellt sich heraus, dass der gewählte Beruf doch nicht ihrem Innersten entspricht. Eine Visionssuche kann sowohl bei beruflicher Erst-, und auch bei Neuorientierung helfen. 


Ich begleite Sie dabei, eine Vision für Ihre berufliche Zukunft zu entwickeln. Dazu müssen wir nicht tagelang in der Wildnis übernachten, sondern ein oder zwei Stunden reichen fürs Erste. Ist die Vision gefunden, so unterstütze ich Sie auf Wunsch auch dabei, diese umzusetzen, indem wir uns zu regelmäßigen Terminen im Abstand von etwa vier Wochen treffen.


Mit meiner Hilfe entwickeln Sie eine Strategie, wie Sie die Vision in die Wirklichkeit überführen können. Zunächst machen wir eine Bestandsaufnahme Ihres bisherigen beruflichen Lebens, Ihrer Qualifikationen, Kompetenzen, persönlichen Stärken und Interessen. Im Wege der Arbeit mit dem Genogramm schauen wir uns an, welche Ressourcen, aber auch Hindernisse in Ihrem Familiensystem vorhanden sind. Sodann machen wir uns daran, letztere zu beseitigen. Es kommt z.B. vor, dass jemand sein Potenzial nicht voll ausleben kann, weil er oder sie sich in der Ursprungsfamilie nicht in voller kindlicher Lebendigkeit zeigen durfte und daher nach dem Glaubenssatz lebt: „Wenn ich nicht auffalle, komme ich besser durchs Leben“. Manchmal ergreift jemand einen bestimmten Beruf, um es den Eltern (unbewusst) recht zu machen. 


Nehmen Sie den Aufbruch in der Natur zum Anlass, ihr Leben ein Stück mehr in die eigene Hand zu nehmen. Leben Sie Ihr Leben lieber als Original und nicht als Kopie von irgendjemandem. Ich unterstütze Sie dabei, dorthin zu gehen, wohin das Herz Sie tragen will!


Selbstverwirklichung:

Mit dem Genogramm das Dickicht in der Familiengeschichte lichten




Der Winter ist die Zeit, um nach innen zu blicken. In der Natur ist alles still, sie wartet auf den nächsten Frühling und atmet aus. So können auch wir aus der Not des Corona-Lockdowns eine Tugend machen, in uns gehen und Kräfte für das Kommende sammeln. Getreu dem Motto „Das Leben so nehmen wie es kommt“ kann man dem derzeitigen Lockdown auch etwas Positives abgewinnen: Weniger Ablenkungen im Außen bieten die Chance, in unserem „Innenleben“ aufzuräumen und der Seele die Möglichkeit zu geben, Ballast abzuwerfen. 

Wenn in der jetzigen Situation mit Kontaktbeschränkungen, der Schließung von Läden, Gastronomie und Kultureinrichtungen, dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens schwierige Erinnerungen hochkommen oder Albträume uns belasten, ist das vielleicht ein Hinweis unserer Seele, uns das mal anzuschauen. 

So ist z.B. der 2. Weltkrieg bei vielen Deutschen im Unbewussten präsent, auch wenn wir uns das als Generationen, die keine eigenen Kriegserfahrungen gemacht haben, nicht vorstellen können. Nicht in jeder Familie kamen Flucht und Vertreibung, Bombennächte oder Vergewaltigung vor. Verbreitet waren aber Hunger und der Kampf ums tägliche Überleben. Nach dem Krieg hieß es „Nicht zurück blicken!“, „Nach vorn schauen!“, „Aufbauen, damit es unseren Kindern einmal besser geht!“ etc. Durch schwere Arbeit und beharrlichen Fleiß kam die Wirtschaft wieder in Gang, aber was war mit den schrecklichen Erinnerungen? Gerade weil man diese verdrängte, übertrug man sie an die nächste Generation und von da an die nächste. Vielen von uns steckt noch diese rastlose Geschäftigkeit unserer Vorfahren, die nach dem Krieg grundlegende Lebensbedingungen wiederherstellten, in den Knochen. Alle müssen an einem Strang ziehen, nicht nachlassen, alle Kräfte aufbieten! Aber aus welchem Elend muss sich die heutige Generation befreien? So sind wir heute gehalten, erst Entschleunigung wieder zu lernen, um nicht zuletzt unsere Lebensgrundlagen auf der Erde nicht kaputt zu machen. 

Ein erster Schritt, um Licht in das Dunkel zu bringen, inwieweit man im Familiensystem verstrickt ist und z.B. noch immer in der Haltung des „Augen zu und durch für den Wiederaufbau“ verharrt, ist die Erstellung eines Genogramms. In einem Genogramm wird die Familienstruktur über mindestens drei Generationen grafisch dargestellt und damit visualisiert. Sie enthält biografische Daten der Angehörigen der Herkunfts- und der Gegenwartsfamilie der jeweiligen Person und beschreibt die Beziehungen der Angehörigen untereinander. Es berichtet über einschneidende Ereignisse, wie Unfälle oder schwere Krankheiten, über wichtige Eigenschaften, Berufe und Wohnorte. Oft lassen sich aus den Angaben Muster erkennen, z.B. vererbte Stärken und Schwächen oder wiederkehrende Denk- und Verhaltensmuster, die weitergegeben wurden. 

So können manchmal erstaunliche Parallelen gefunden werden: Litten z.B. die Großeltern im Krieg unter Vertreibung, kann es sein, dass noch die Enkelgeneration unstet von einem Ort zum nächsten zieht und keinen richtigen Platz findet. Mussten Frauen die Kinder allein großziehen, weil die Männer der Familie durch den Krieg entrissen wurden, so kann es passieren, dass auch die nachfolgenden Frauengenerationen sich Männer suchen, die ihre Position als Ernährer und Beschützer der Familie nicht wahrnehmen (können), um der Familientradition treu zu bleiben.

Werden solche Zusammenhänge durch Genogrammarbeit aufgedeckt, lässt sich im Rahmen der Systemischen Beratung und Therapie herausfinden, inwieweit diese das Leben der Klientin oder des Klienten noch heute negativ beeinflussen. Aber noch mehr: 

Durch ein Autonomie-Training nach Dr. Langlotz(R) können solche Muster aufgelöst werden, so dass der Klient / die Klientin frei von diesen unsichtbaren Fallstricken aus dem Familiensystem das eigene Leben angehen kann.



Die Ablösung vom Mutteratem -  Ein großer Schritt in die Selbstverwirklichung


Diese unsere Zeit großer Veränderungen fühlt sich ein bisschen an wie eine Geburt: es kommt etwas Neues, man weiß noch nicht genau, wo die Reise hin geht. Jedenfalls erst einmal durch den engen Geburtskanal. Solange wir im Uterus unserer Mutter zu Gast sind, schwingen wir in deren Atemrhythmus. Der von ihr "geliehene" Atem prägt unser Bewusstsein und wir übernehmen ggf. auch ihre Ängste. Bei der Geburt gehen wir von der Abhängigkeit in die Selbständigkeit über und erhalten die Aufgabe, unseren eigenen Weg zu gehen. Bis auf die Lunge arbeiten alle lebenswichtigen Organe schon vor der Geburt. Die Tätigkeit der Lunge ist die erste und letzte Tätigkeit eines Organs im irdischen Leben. Daher hängt der Atem eng mit eigenständigem Leben und (Selbst)Bewusstsein zusammen. Der eigene Atem ist Voraussetzung für Selbstverwirklichung. Bleiben wir während der Entwicklung vom Kindsein zum Erwachsenen im Mutteratem verhaftet, wird es schwierig für uns, unsere eigenen Potenziale voll zu verwirklichen. JedeR trägt die Verantwortung in sich, nach vorne zu gehen, seine Zukunft zu erschaffen und nicht nach dem Modell zu leben, das seine Vorfahren für ihn angefertigt haben. Dazu braucht er/sie 100% Lebensenergie.


Die jetzige Situation, in der wir uns befinden, erinnert an eine Geburt. Die vor einem Jahr geltende Wirklichkeit hat uns Sicherheit gegeben. Nun ist vieles im Umbruch. Damit wir die Zukunft selbst gestalten können, müssen wir zu 100% in die Selbstverwirklichung gehen. Dabei kann uns eine Aufstellung zur Ablösung vom Mutteratem helfen. Die Methode macht den Unterschied zwischen übernommenen Mutteratem und eigenem Atem bewusst. Sie hilft dabei, die letzten Bande, die uns in den Verstrickungen des Familiensystems festhalten, zu lösen. Wir kommen in die Selbstverwirklichung und können unser Leben mit Erfolg in Beruf und Beziehungen leben. Dies ist gerade in der gegenwärtigen Umbruchssituation sehr hilfreich.

Ich biete regelmäßig (Online)-Kurse zur Ablösung vom Mutteratem an. Schauen Sie in meinem Kursangebot!


Bachblüten zur Unterstützung der Selbstverwirklichung

Die jetzige Zeit verlangt von uns, authentisch zu sein. Vieles wird auf den Prüfstand gestellt und so unterwerfen auch wir unser Leben und unsere Ziele einer Inventur. Wir sortieren aus, was wir als Ballast abwerfen können, sei es aus familiensystemischer Verstrickung, aus überkommenen Moralvorstellungen, aus Anweisungen von Autoritäten etc. Das Erziehungssystem des 20. Jahrhunderts war ja nicht unbedingt darauf angelegt, Kinder zu Menschen zu erziehen, die auf ihre innere Stimme hören und sich selbst realisieren. Daher fällt uns dies nicht immer leicht.

Wir schauen aber auch, was wir brauchen auf unserem weiteren Lebensweg und fragen, was wir am Ende des Lebens verwirklicht haben wollen. Ich verstehe diese Zeit als große Aufforderung, zum einen um alte Themen abzuschließen, zum anderen, um stärker in die Selbstverwirklichung zu kommen. Auch die Natur unterstützt den Weg zu sich selbst, denn Frühling ist traditionell die Zeit zum Erwachsenwerden. Bei der Selbstrealisation können uns die in den 1930er Jahren von dem britischen Arzt Edward Bach entdeckten Bachblüten helfen, vor allem Red Chestnut, Walnut und Honeysuckle. Bachblüten harmonisieren das Bewusstsein.

Red Chestnut, die “Abnabelungsblüte”, unterstützt den Prozess “von der Symbiose zur Eigenständigkeit“. Es gilt zu realisieren, dass man in einer Symbiose lebte, die auch ihre Berechtigung hatte, dass diese Zeit aber jetzt vorbei ist. Die Blüte hilft dabei, eine symbiotische Beziehung soweit zu entzerren, dass ein natürlicher Abstand entsteht.



Kraftformel beim Einnehmen: 

Ich bin bei mir. 

Ich bleibe bei mir.

Ich bin ich / Du bist Du.



Walnut ist die “Verwirklichungsblüte”. Sie unterstützt den zweiten Schritt, nämlich den Prozess von der Beeinflussbarkeit zur inneren Festigkeit. Mit der Aufgabe der Symbiose betreten wir Neuland und könnten etwas wankelmütig sein. Walnut hilft dabei, auf die eigene innere Stimme zu hören und sich nicht wieder von alten Prägungen aus dem Familiensystem, aus herrschenden Konventionen, aus einmal abgegebenen Versprechen etc. beeinflussen zu lassen. Walnut fördert am Beginn einer neuen Lebens- oder Entwicklungsphase die innere Unabhängigkeit, innere Festigkeit und Charakterstärke.



Kraftformel:

Ich bin mir sicher.

Ich bleibe mir treu.

Ich